Was ist eigentlich Schimmel und woher kommt dieser?
Schimmelpilze und ihre über die Luft verbreiteten Sporen kommen überall in unserer Umwelt vor und übernehmen in den für das Leben so wichtigen Stoffkreisläufen die Aufgabe der Zersetzung organischer Biomasse (Pflanzenreste, tierische Ausscheidungen und andere organische Bestandteile unserer Umwelt) in für Pflanzen und letztendlich auch für uns wieder verwertbare Ausgangsstoffe.
Aber sobald die optimalen Wachstumsbedingungen (verfügbares Wasser und Nährstoffe) in unserer gebauten Umwelt (Häuser, Wohnungen, Keller) stimmen, können die Sporen dieser Zersetzer sich auch an Wänden, Decken, konstruktiven Holzbauteilen und auch an der Einrichtung niederlassen, auskeimen und einen sichtbaren Schimmelpilzbefall ausbilden. Erkennbar ist solch ein Befall dann durch sehr vielfältige, zum Teil flauschige Beläge (watteähnlich), die beispielsweise grau, dunkelgrün oder schwarz sein können.
Auf Holz können sich durch bleichende Enzyme (Peroxidasen) auch weiße Beläge bilden. Sobald ein Schimmelpilzbefall sichtbar wird, besteht auch die Gefahr einer sehr hohen Sporenbelastung in der Raumluft. Unsichtbare Schimmelpilzschäden (z. B. hinter Gipskartonwänden und Verkleidungen bei kleinen Wasser- und Kondensatschäden) weisen in der Regel geringere Sporenbelastungen auf, die jedoch nicht weniger gefährlich sind.
Ist Schimmel in Wohnräumen gefährlich?
Durch das Einatmen dieser Schimmelsporen treten laut dem Schimmelleitfaden des Umweltbundesamtes (2017) als typische Symptome im Besonderen Reizungen der oberen Atemwege und Schleimhäute (Augenbindehaut-, Nasen- und Halsschleimhaut), damit einhergehender Husten und im schlimmsten Fall die Entwicklung oder Verschlimmerung einer Asthmaerkrankung auf.
Viele Betroffene klagen außerdem über schwer zuzuordnende Symptome wie Kopfschmerzen, Unkonzentriertheit und andauernde Müdigkeit.
Während gesunde Menschen meist eher schwache Symptome ausbilden, sind vor allem Kinder, ältere und immungeschwächte Personen im besonderen Maße anfällig für zum Teil schwere Symptome durch Schimmelpilze und ihre Sporen.
Neben Schimmelpilzen spielen bei einem Feuchteschaden auch Hefen und Bakterien eine wichtige Rolle. Letztere (vor allem Actinomyceten) sind dafür bekannt als Sekundärkontaminierer die Überreste eines Schimmelpilzbefalls zu verwerten.
Generell ist zu empfehlen, jedem länger andauernden Befall (auch saisonale Schimmelpilzschäden) im Hinblick auf die Gesundheitsvorsorge auf den Grund zu gehen.
Aber auch beim Verdacht auf verdeckte Schimmelpilzschäden (bspw. hinter einer Trockenbauwand) ist es wichtig der Ursache sowie der Belastung durch Sporen an sich auf den Grund zu gehen. Hierfür steht mir mit einem Luftkeimsammler sowie einem Partikelsammler modernste Messtechnik und die Kooperation mit einem erfahrenen Fachlabor zur Verfügung.
Die Ursachen für Feuchte- und Schimmelschäden in Gebäuden können sehr vielfältig und komplex sein:
- nicht optimal angepasstes Heiz- und Lüftungsverhalten in Wohn-, Schlaf- und Arbeitsräumen
- eindringendes Wasser von außen durch Spalten, Risse und schlagregendurchlässige Fassaden
- Wasserschäden durch Frisch- oder Abwasserleitungen
- aufsteigende Feuchtigkeit durch fehlende oder fehlerhafte horizontale Abdichtungen
- hohe Neubaufeuchte und zu schneller Bezug nach Errichtung
- geometrische und konstruktive Wärmebrücken
- aber auch Modernisierungsmaßnahmen im Altbau wie z.B. der Einbau neuer, hochwärmegedämmter Fenster ohne vorherige Prüfung des Wärmedurchlasswiderstandes (R-Wert) der Außenwände
Aber auch die Verwendung überwiegend künstlicher Baustoffe und Einrichtungsgegenstände, welche nicht mehr in der Lage sind Wasserdampf aus der Luft kurzfristig abzupuffern (wie es bspw. Holz oder Naturfasern können), bieten die Grundlage für ein erhöhtes Feuchtigkeitsaufkommen in der Raumluft. Dies führt insbesondere an Wärmebrücken zu feuchten Bauteilen und letztendlich auch zum Wachstum von Mikroorganismen (Schimmelpilze, Hefen und Bakterien) an Wänden, Decken und Einrichtungsgegenständen.
Als studierter Umweltwissenschaftler mit der Spezialisierung Mikrobiologie, unabhängiger Gutachter und TÜV Rheinland zertifizierter Sachverständiger für Schimmelpilzschäden in Innenräumen biete ich meine Dienstleistungen neutral und lösungsorientiert an, ohne das materielle oder finanzielle Interessen oder Pflichten gegenüber Dritten bestehen. Gerne vermittele ich auch bei Problemen zwischen Mieter*innen und Vermieter*innen. Denn an oberster Stelle steht für mich stets die Gesundheit und Zufriedenheit aller beteiligten Personen.
Kontakt
Sehr gern berate ich Sie zum Thema Feuchte- und Schimmelschäden in einem ersten kostenfreien Telefongespräch. Rufen Sie mich hierfür einfach an unter
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Sollte ich telefonisch nicht erreichbar sein, hinterlassen Sie mir gerne eine Nachricht auf der Mailbox oder schreiben Sie mir eine kurze E-Mail an: [email protected].
Ich melde mich dann schnellstmöglich bei Ihnen zurück.